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Zeitungsberichte :  

 

Jazz zum Frühstück

Pirner-Duo im "Naund" – 29.03.2013  

 

Hersbruck - Gar nicht so einfach, sich gegen das mannigfache Tellerklappern und Becherscheppern eines Raums voll Sonntagsfrühstückender durchzusetzen. Die Gebrüder Martin und Udo Pirner versuchen es im„Na und“ mit Saxophon, Gitarre und gewaltlosem Widerstand.  


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Bildendas Jazz-Duo: Martin Pirner am Saxophon und Bruder Udo Pirner an der Gitarre.

Foto:U. Scharrer  

 

Schon beim „Girl of Ipanema“ erscheint auf den Gesichtern der schmausenden Zuhörer ein seliges Lächeln, es wird zustimmend im Takt genickt und die Füsse wippen dazu.Nach einem runden Jahrzehnt in der U-Musik freuen sich die studierten Musiker, die beide im Brotberuf ihr Instrument unterrichten, wieder das „Real Book“ der Jazzstandards aufschlagen zu dürfen. Dabei scheinen sich die Brüder fast blind zu verstehen: Abwechselnd gewährt der eine dem anderen den Vortritt dabei, sich die improvisatorischen Freiheiten herauszunehmen, die weltbekannte Standards wie „Take Five“ oder „My FavoriteThings“ gewähren.

  

Guckt man Martin und Udo Pirner beim sanft-melancholischen „Memories“, der einzigen Eigenkomposition,über die Schulter, zeigen sich auf dem Notenblatt ein paar wenige Zeilen festgeschriebener Noten, dafür Ideenskizzen, Querverweise und Pfeile mit Kuli und Bleistift - ein Vorgeschmack auf die Kunst des Stegreifmusizierens, die man zu hören bekommt. Udos Gitarren- und Martins Saxophontöne tollen scheinbar ungebändigt umher, bevor sie wieder ein vertrautes Fetzchen Melodie aufblitzen lassen, noch einma lzu einem Chaosgalopp auseinanderspritzen, um endlich in gebündelten Harmonien gezähmt zu werden. Ebenso souverän und entspannt wie im dissonanteren Thelonious-Monk-Stück „Well You Needn´t“ bewegen sich die zwei Virtuosen durch die Ballade „You Don´t Know What Love is“, die Martin Pirner zum Abschluss seines Saxophonstudiums vorgespielt hat. Die Ballade scheint Abbild eines längeren Gesprächs zweier ehemaliger Liebender zu sein mit temperamentvollen Auseinandersetzungen ebenso wie wehmütigen Ausflügen zu vergangenen goldenen Tagen - und verschmilzt im schimmernden Schlusston wieder mit den Plaudereien der Zuhörer.     (UteScharrer)

 

 

 

 

 

 

 

 

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